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Valletta: auf Entdeckungstour durch Maltas barocke Hauptstadt

Wie ein Farbtupfer heben sich die bunten Erker der barocken Herrschaftshäuser vom honigfarbenen Sandstein ab. Gallarija – so nennen die Malteser ihre typisch hölzernen Balkone. Die engen Straßen im Schachbrettmuster strotzen vor Lichterketten, Topfpflanzen, knallbunten Türen und Fensterläden. Es ist alles so anders als daheim. Inmitten der verwinkelten Altstadt ist sie plötzlich wieder mit Haut und Haaren spürbar: die Reiselust. Die Sehnsucht nach dem Unbekannten, die Faszination für fremde Kulturen und Geschichte.

In den Cafés und Restaurants bleibt kein Stuhl lange unbesetzt. Der Duft von frischen Pastizzi zieht in meine Nase. Gläser klirren, die Menschen plaudern angeregt. Meine Augen werden immer größer, je weiter ich in das Gewusel vordringe. Ein rotes Fähnchen ragt inmitten des Getümmels in die Höhe. Eine Menschentraube folgt ihm auf Schritt und Tritt. Touristen auf den Spuren des Johanniterordens, der hier seine Handschrift in unzähligen Bastionen, Ritterpalästen und prächtigen Kirchen hinterlassen hat. Gigantische Kuppeln, mächtige Festungen und ornamentverzierte Fassaden prägen die Silhouette der Stadt. In Valletta pulsiert das Lebeben und ich genieße es, mich von der Atmosphäre treiben zu lassen.

Wissenswertes

Valletta im Überblick

Die Römer, die Araber, die Normannen, die Aragonier, die Johanniter, die Franzosen und zuletzt die Briten – sie alle haben eines gemeinsam: sie herrschten auf Malta. Der kleine Inselstaat war aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage zwischen Afrika und Europa stets heiß umkämpft, sodass sich die Regenten die Türklinke in die Hand gaben. 

Die Hauptstadt Valletta wurde nach dem gewonnenen Krieg gegen die Türken ab 1566 zu einer massiv befestigten Residenzstadt ausgebaut. Den Grundstein für die Planstadt legte der Großmeister des Johanniterordens, Jean (Parison) de la Valette, in Zusammenarbeit mit dem italienischen Festungsbaumeister Francesco Laparelli und seinem Assistenten Gerolamo Cassar. Valletta ist zwar eine kleine Stadt, genauer gesagt die kleinste Hauptstadt in der EU, doch es gibt überraschend viel zu entdecken. In Valletta leben insgesamt rund 5800 Einwohner (Stand 2015). Seit 1980 ist Valetta in seiner Gesamtheit UNESCO-Weltkulturerbe, was bedeutet, dass jedes Haus in der Stadt unter Denkmalschutz steht. 2018 wurde Valletta zur Kulturhauptstadt Europas ernannt. Aus diesem Anlass wurden viele der geschichtsträchtigen Gebäude renoviert, sodass sich Valletta heute schöner denn je präsentiert.

Die beste Reisezeit

Malta kann grundsätzlich das gesamte Jahr über bereist werden. Für Badeurlaube eignen sich am besten die Monate Mai bis Oktober. Juli und August sind dabei mit einer Durchschnittstemperatur von 31/32 °C besonders heiß. Es kann auch vorkommen, dass das Thermometer auf bis zu 40 °C klettert. Für sportliche oder kulturelle Aktivitäten solltest du deshalb lieber auf das Frühjahr oder den Herbst ausweichen. Im Mai herrschen im Schnitt 20 °C und im Juni etwa 24 °C. Ähnlich ist der September mit durchschnittlich 25 °C. Im Oktober wird es mit 22 °C im Durchschnitt schon etwas kühler und gemäßigter.

Anreise und Transport vor Ort

Der Malta International Airport ist der einzige Flughafen von Malta und befindet sich sechs Kilometer südlich von Valletta. Von Wien beträgt die direkte Flugzeit nach Valletta rund zwei Stunden. In einem gesonderten Bereich des Flughafens sind sämtliche Mietwagenfirmen vertreten. Wir haben unseren Mietwagen schon vorab gebucht und am Flughafen abgeholt. Das Straßennetz in Malta ist sehr gut ausgebaut, wenn auch manche Straßen im Landesinneren ein wenig abenteuerlich sind. In Malta herrscht Linksverkehr, was anfangs etwas ungewohnt ist, mit der Zeit aber besser als erwartet klappt. Dennoch würde ich dir raten, einen Mietwagen mit Automatikgetriebe zu buchen.

Malta hat grundsätzlich ein sehr gutes Busnetz mit etwa 380 Linienbussen. Auf der Website von Malta Public Transport findest du alle Informationen zu den Fahrplänen und Tickets.

Wenn du von Sliema aus nach Malta reist, kannst du auch mit der Fähre anreisen. Alle Informationen hierzu findest du auf der Website der Valletta Ferry Services.

Wie viel Zeit sollte man für Valetta einplanen?

Um die Stadt und ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden, solltest du mindestens einen ganzen Tag einplanen. Wenn du die Highlights auch von innen sehen und einige der Museen besichtigen möchtest, sind zwei bis drei Tage empfehlenswert. In diesem Zeitraum kannst du zusätzlich die „Three Cities“ Maltas, Vittoriosa (Birgu), Senglea und Cospicua, an der Ostseite des Grand Harbour besuchen.

Valletta_Malta_historische_Gassen
Am Ende der romantischen Altstadtgassen lockt die Aussicht auf das azurblaue Meer.
Valletta_Zentrum
In den Straßen von Valletta herrscht ein hektisches Treiben. Wer Schatten sucht, flüchtet sich unter den Sonnenschirm eines der zahlreichen Restaurants und Cafés.

Sehenswürdigkeiten

Die Upper Barrakka Gardens

Es ist ein ohrenbetäubendes Donnern, das über Maltas Grand Harbour ertönt. Dichte Rauchschwaden steigen auf. Für einen kurzen Moment ist es totenstill. Wenn die Saluting Battery täglich um 12 und 16 Uhr einen Schuss aus den historischen Kanonen abgibt, geht ein großes Staunen durch die Menge. Die Artilleriebatterie befindet sich auf einer Terrasse unterhalb der Upper Barrakka Gardens. Die Parkanlage ist Teil der St. Peter und St. Paul Bastion und diente den Ordensrittern ursprünglich als Erholungsort. Seit 1824 ist der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen herrlichen Blick auf den Hafen, die drei Städte Vittoriosa (Birgu), Senglea und Cospicua sowie die Bastionen.

Der Blick von den Upper Barrakka Gardens auf die Saluting Battery ist kostenlos. Darüber hinaus gibt es ein Museum, in dem Kanonen, Munitionslager, ein Pulvermagazin sowie historische Geschütze ausgestellt sind. Wenn man ein Ticket kauft, hat man darüber hinaus Zutritt auf die Terrasse der Saluting Battery und einen besseren Blick auf das Spektakel.

Auf der Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen.

Valletta_Upper_Barrakka_Gardens
Ein besonderes Highlight ist das zeremonielle Abfeuern der Kanonen auf der Saluting Battery.
Valletta_Ausblick_Grand_Harbour
Von der Galerie eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick über den Grand Harbour mit seinen Befestigungen.
Valletta_Grand_Harbour
Der Grand Harbour ist Dreh- und Angelboot für kleine und größere Schiffe. Auch Kreuzfahrtschiffe legen hier regelmäßig an.
Upper_Barrakka_Gardens
Der Park ist ein schattiges Refugium abseits des Trubels in der Stadt.

St. John’s Co-Cathedral

Die schmucklose Fassade lässt nicht erahnen, welch Schatz sich hinter dem mächtigen Hauptportal verbirgt. Unmengen von Gold, edler Marmor, Reliefs, detailreiche Malereien und geschnitzte Ornamente vereinen sich zu einem spektakulären Gesamtkunstwerk. Ich bin geplättet. Mehr als ein „Wow“ huscht nicht über meine Lippen. Die Dekadenz wächst einem hier drinnen wahrhaftig über den Kopf. In jedem Winkel schimmert und glänzt es. Jeder Quadratzentimeter wurde genutzt, um dem Prunk eine Bühne zu bieten. Die unzähligen Feinheiten überfluten meine Sinne. Inmitten von all dem Glanz und Gloria fällt es mir schwer, den Ausführungen des Audioguides zu folgen.

Gebaut wurde die Kirche zwischen 1573 und 1577 nach den Plänen von Gerolamo Cassar und im Auftrag des Großmeisters Jean de la Cassière. Neben dem Hauptschiff gibt es noch acht reich verzierte Kapellen für jede Landsmannschaft, genannt „Zunge“, des Ordens. Eines der bedeutendsten Kunstwerke in der Kirche ist „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ von Caravaggio. Der Name „Co Cathedral“ rührt aus der Tatsache, dass die Kathedrale dem Erzbischof von Mdina lediglich als Zweitsitz diente. 

Auf der Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen.

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Die Fassade der Kathedrale entspricht dem nüchternen Stil der spanischen Spätrenaissance.
St_Johns_Cathedral_Valletta
Das Innere des Sakralbaus überwältigt durch barocke Farbenpracht und eine prächtige Ausgestaltung von Kopf bis Fuß.

Fort St. Elmo

Bereits im 14./15. Jahrhundert gab es an der Spitze der Sciberras-Halbinsel eine Befestigungsanlage mit einer Kapelle, die dem Schutzpatron der Seefahrer, Erasmus von Antiochia (auch Heiliger Elmo), geweiht war. Im Jahr 1530 trafen die Johanniter auf Malta ein, welches sie von Kaiser Karl V als ewiges Lehen erhalten hatten, und bauten die bestehende Festungsanlage aus. Der Kalender datiert den 18. Mai 1565, als das osmanische Heer unter Admiral Piali Pascha mit rund 200 Schiffen und fast 40.000 Mann den Angriff gegen Malta startete. Das sternförmige Fort St. Elmo war während der viermonatigen Belagerung Maltas ständigen Bombardements ausgeliefert. Köpfe wurden auf Lanzen gespießt und aus Kanonen gefeuert – doch letztlich ging der Sieg dieses brutalen Krieges und damit die Vormachtstellung in Europa an die Johanniter. Von 1670 bis 1793 wurde St. Elmo von den Briten erweitert und modernisiert. Im Zweiten Weltkrieg diente es zur Abwehr der deutschen und italienischen Einheiten. Heute befindet sich in St. Elmo das National War Museum.

Auf der Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen.

Casa Rocco Piccola

Antike Holzmöbel mit aufwendigen Schnitzereien, durchgesessene Fauteuils und zarte Stühle mit floralem Samtbezug. Von den Wänden blicken neugierige Gesichter auf mich herab – manche streng, andere wiederum lächelnd. Zahlreiche Alltagsgegenstände verleihen den Räumen einen wohnlichen Charakter. Als ich durch die Räume mit ihren bunten Wänden trete, versuche ich mir vorzustellen, wie der maltesische Adel hier zur Zeit der Johanniter gelebt haben mag. Wie die Damen vor dem edlen Frisiertisch saßen oder die Herren auf dem Sofa in ihr Buch vertieft waren. Die riesige Tafel im Speisezimmer könnte sicherlich von dem ein oder anderen rauschenden Fest erzählen. Was für eine schöne Zeitreise!

Der kleine Stadtpalast wurde 1580 für den Malteserritter Don Pietro La Rocca erbaut und ist noch heute von der Familie de Piro bewohnt. Ein besonderes Highlight ist die vergoldete Sänfte aus den 1760er-Jahren. Insgesamt gibt es in dem Familienpalast über 50 Zimmer, von denen viele für Besucher zugänglich sind. 

Wer die Casa Rocco Piccola besucht, sollte unbedingt an einer Führung teilnehmen. Mit jeder Menge Charme und Witz konnten wir gemeinsam mit unserem Guide in die vergangenen Tage eintauchen.

Auf der Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen.

Casa_Rocco_Piccola_Esstisch
Das Prunkstück des Winter-Esszimmers ist die Essgarnitur mit ihren aufwendigen Holzschnitzereien.
Casa_Rocco_Piccola_Wohnraum
Im „Blauen Zimmer“ befindet sich eine gemütliche Sofaecke.
Casa_Rocco_Piccola_Phorphyrzimmer
Im Phorphyrzimmer gibt es eine ganze Reihe von Raritäten zu bewundern.

Großmeisterpalast

Zwölf prächtige Fresken erzählen von der Großen Belagerung durch die Osmanen. Die wertvollen französischen Wandbehänge, Gobelins genannt, zeigen exotische Szenen aus Afrika, der Karibik und Südamerika. Eine reich verzierte Kassettendecke und die Wandbespannungen aus Damast lassen keine Zweifel an Macht und Wohlstand des Johanniterordens. Ebenso wenig wie die Korridore mit ihren reich verzierten Wand- und Deckenmalereien und dem glänzenden Marmorboden. 

Wer die Republic Street hinabschlendert, erreicht unweigerlich den St. Georgs-Platz, an dem sich die Hauptwache sowie der Großmeisterpalast befinden. Das Gebäude im Renaissancestil wurde zwischen 1571 und 1574 nach den Plänen von Gerolamo Cassar gebaut. Die barocken Portale sowie die Holzbalkone kamen erst später hinzu. Der Großmeisterpalast diente seither als Schaltzentrale der Macht. Bis 1789 waren es die Johanniter, ab 1800 die britischen Kolonialgouverneure, welche von hier aus ihre Fäden zogen und die Geschicke im Land lenkten. Heute ist der Palast der Sitz des maltesischen Präsidenten. 

Die schönsten Räume des Großmeisterpalastes im Überblick:

  • Neptungshof
  • Prinz-Alfred-Hof
  • Großer Ratssaal (Supreme Council Hall)
  • Botschaftersaal (Roter Saal)
  • Pagenwartesaal (Gelber Saal)
  • Ratssaal (Gobelinsaal oder Grand Council Chamber)
  • Speisesaal 
  • Rüstkammer

Auf der Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen. Leider sind die Prunkräume bis auf weiteres wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, sodass wir den Palast leider nicht von innen besichtigen konnten (Stand 2022).

Grossmeisterpalast
Die Tore des Großmeisterpalastes bleiben bei unserem Besuch leider verschlossen.
Valletta_Hauptwache_Großmeisterpalast
Das ehemalige Hauptwachegebäude befindet sich am St. Georgs-Platz gegenüber des Großmeisterpalastes.

Kameliterkirche

Mit ihrer riesigen Kuppel thront die Kameliterkirche eindrucksvoll über den Dächern der Stadt. Ursprünglich wurde sie von Gerolamo Cassar im 16. Jahrhundert geplant, im Laufe der Jahre jedoch immer wieder verändert. Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg musste die Kirche zwischen 1958 und 1981 neu errichtet werden. Aus dieser Zeit stammt auch die markante Kuppel. Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos, jedoch ist der Innenraum ziemlich schmucklos und hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt.

Die Kameliterkirche prägt mit ihrer 42 Meter hohen Kuppel das Stadtbild von Valletta.

Archäologisches Museum

Auf Malta gibt es mehrere sehr sehenswerte Tempelanlagen. Viele der Originalfundstücke sind allerdings im archäologischen Museum in Valletta im Gebäude der früheren Auberge der Provence des Johanniterordens untergebracht. Figuren, Skulpturen, Bildtafeln, verzierte Keramik, Steinplatten und Werkzeuge geben Einblicke in das Leben der Menschen von der Jungsteinzeit (5000 vor Christus) bis zur phönizischen Zeit (400 vor Christus). Zu den Highlights zählen die beiden Tonfiguren „Schlafende Dame“ aus dem Ħal-Saflieni Hypogeum sowie die „Venus von Malta“ aus den Ħaġar Qim Tempeln. 

Auf der Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen.

Mein Tipp: Wenn du keine Onlinetickets für das Ħal Saflieni Hypogeum bekommen konntest, kannst du im Archäologischen Museum in Valletta noch Tickets erhalten. Das Kontingent ist allerdings beschränkt und die Tickets können nur bis zu einem Tag vor dem Besuch des Hypogeums gekauft werden. Die Eintrittskarten sind vor Ort zwar deutlich teurer, allerdings war es für uns die einzige Chance, die Grabstätte doch noch besichtigen zu können. 

Weitere Tipps für Valletta

  • Hafenrundfahrt und die „Three Cities“: Die Fähren von Valletta Ferry Services verkehren zwischen der Waterfront und den nahegelegenen historischen „Three Cities“ Vittoriosa (Birgu), Cospicua und Senglea. Dort residierten die Johanniterritter noch bevor Valletta errichtet wurde. Aufgrund der Nähe der Städte zu Valletta nutzen viele die Möglichkeit, einen Besuch der Hauptstadt mit den „Three Cities“ zu verbinden.

    Darüber hinaus gibt es regelmäßige Fährfahrten zwischen Valletta und Sliema. Alternativ kannst du auch mit einem traditionellen Ruderboot, Dgħajsa genannt, den Grand Harbour erkunden oder zu den „Three Cities“ übersetzen. Hier findest du nähere Informationen dazu.
Valletta_von_der_Faehre
Volle Fahrt voraus: Mit der Fähre gelangen wir von Vallettas Hafen zu den gegenüberliegenden „Three Cities“.
  • Wenn du noch Zeit in Valletta übrig hast, solltest du einen Abend im barocken Teatru Manoel mit seinem prunkvollen ovalen Zuschauerraum verbringen. Das maltesische Nationaltheater wurde 1731 im Auftrag von Großmeister Antonio Manoel de Vilhena erbaut.  
  • Die Lower Barraka Gardens sind eine kleine Parkanlage auf dem unteren Bereich der St. Christopher’s Bastion mit einem schönen Ausblick auf den Grand Harbour. Die Ursprünge des Parks gehen auf Zeit der französischen Belagerung im 18. Jahrhundert zurück. Im Zentrum steht ein neoklassizistischer Säulenbau in Gedenken an Sir Alexander Ball, den ersten britischen Hochkommissar von Malta. 
  • Freiheitsplatz (Freedom Square): Hier befindet sich das moderne maltesische Parlament, welches von dem italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen wurde. Das Parlamentsgebäude sollte ursprünglich auf dem Grundstück des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Opernhauses errichtet werden, welches sich jedoch als zu klein erwies. Im Jahr 2015 wurde das Parlament feierlich eingeweiht. Der Bau soll an die historischen Stadtmauern und Bastionen erinnern.
  • Die Auberge de Castille, Léon und Portugal dient heute als Sitz des Ministerpräsidenten. Zu Zeiten der Johanniter war sie eine ritterliche Residenz mit einer Kapelle, einem Speisezimmer sowie Zimmern für die Ritter der spanischen Landsmannschaft aus Kastilien, Léon und Portugal. Das von Gerolamo Cassar errichtete Gebäude wurde später von Domenico Cachia auf Wunsch des Großmeisters Manuel Pinto de Fonseca umgestaltet und barockisiert.
Auberge_de_Castille_Valletta
In Valletta gab es ursprünglich sieben Auberges für die einzelnen Landsmannschaften der Johanniter. Heute sind noch fünf Auberges in Valletta erhalten.

Essen und Trinken

Die maltesische Küche ist stark von der englischen und italienischen Küche geprägt. Wie in den meisten Ländern am Mittelmeer stehen Fisch und Meeresfrüchte hoch im Kurs. Da es auf Malta kein Großvieh gibt und Importe sehr teuer sind, werden viele traditionelle Gerichte mit Kaninchenfleisch gekocht. Eintöpfe und Pasteten kommen ebenfalls sehr häufig auf den Teller. Für den schnellen Hunger bekommst du in beinahe jeder Snackbar sogenannte „Pastizzi“ – das sind leckere gefüllte Blätterteigtaschen.

Essen und Trinken in Valletta:

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