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Eine Insel voller Schätze: Maltas schönste Orte und Sehenswürdigkeiten

Rund 300 Quadratkilometer. Eine Fläche, so groß wie München – das ist Malta. Die Inselrepublik ist zwar klein, aber dafür reich. An bunten Holzbalkonen, an verträumten Altstadtgassen, an prunkvollen Kirchen und an imposanten Palästen. Und obwohl Malta ein weniger populäres Reiseziel ist, weiß die kleine Insel zwischen Europa und Afrika zu überraschen. Mit messerscharfen Klippen, bizarren Felsformationen und rauer Schönheit. Mit malerischen Sonnenuntergängen und Orten, die so einzigartig sind, dass Filmemacher aus aller Welt die Reise hierher antreten. Plötzlich verlierst du dich in jahrtausendealter Geschichte. Stehst mit offenem Mund inmitten von steinzeitlichen Tempeln und historischen Grabkammern. Schwimmst durch türkisblaues Wasser und entspannst an orangeroten Stränden. Malta ist genau das, was man nicht erwartet. Ein Land, das unkonventionell, abwechslungsreich und plötzlich doch gar nicht so klein ist, wie es auf den ersten Blick scheint. 

Wissenswertes

Malta im Überblick

Viele wissen gar nicht, dass die Republik Malta aus mehreren Inseln besteht. Neben der Hauptinsel Malta zählen noch die beiden Inseln Gozo und Comino sowie vier unbewohnte Zwerginseln dazu. Der Großteil der Einwohner, über 90 Prozent, wohnt allerdings auf der Hauptinsel.

Malta liegt im westlichen Mittelmeer zwischen Europa, genauer gesagt nahe Sizilien, und Tunesien in Afrika. Die insgesamt 500 000 Einwohner (Stand 2020) sprechen Maltesisch und Englisch. Seit 2008 ist die Landeswährung Maltas der Euro. Hauptstadt des Inselarchipels ist die historische Stadt Valletta mit ihren wunderschönen Barockbauten und engen Gassen. Alle Informationen, Tipps und die schönsten Sehenswürdigkeiten der kleinsten Hauptstadt der EU findest du in meinem ausführlichen Blogartikel über Valletta.

Die Geschichte Maltas beginnt im Jahr 5200 vor Christus, als sich Ackerbauern auf der Insel niederließen. Ungefähr 4000 bis 2500 vor Christus war die Blütezeit der Megalithkultur. In diesem Zeitraum – lange Zeit vor dem Bau der ägyptischem Pyramiden – entstanden monumentale Steintempel, die der Forschung bis heute Rätsel aufgeben. Auf die Phönizier und die Karthager folgten 218 vor Christus die Römer. 395 nach Christus kam es zur römischen Reichsteilung, sodass Malta in weiterer Folge Teil des Weströmischen Reiches wurde. Nach dessen Untergang fiel Malta zunächst an die Byzantiner und 870 letztlich an die Araber. Anschließend folgte ein Wechselspiel der Regenten. Die Normannen, die Staufer, die Angevinen, die Krone Aragon und zu guter Letzt die Spanier bemächtigten sich des Inselstaates.

Im Jahr 1530 kehrte mit der Ankunft der Johanniter eine beständige Herrschaft ein, welche erst 1798 durch Napoleon und seine Truppen beendet wurde. Malta war für Napoleon jedoch nur ein kurzes Intermezzo, denn schon nach zwei Jahren fiel das Land an die Briten. Erst 1964 löst sich Malta von Großbritannien und wird 1974 zu einer eigenständigen parlamentarischen Republik.

Die beste Reisezeit

Malta ist grundsätzlich ein Ganzjahresziel, das auch in den kühleren Monaten durch seine unzähligen Sehenswürdigkeiten besticht.

Für einen Sommerurlaub auf Malta eigenen sich am besten die Monate Mai bis Oktober. Im April und Mai steht die Landschaft des ansonsten recht kargen Archipels in voller Blüte. In dieser Zeit kann es aber auch den ein oder anderen Schlechtwettertag geben. Im Sommer hat es in Malta üblicherweise zwischen 30 und 40 °C, obgleich stets eine erfrischende Brise weht. Wenn dich die Hitze nicht stört, kannst du dich im Sommer an den Stränden der Inseln in der Sonne räkeln. Im September beginnen die Temperaturen bereits ein wenig zu sinken, sind aber noch immer sommerlich warm. Wenn du auf Malta gerne sportlich aktiv sein oder wandern möchtest, sind April/Mai und Oktober/November empfehlenswert. Auch für Kulturliebhaber sind diese Monate eine gute Gelegenheit, die Schönheit Maltas bei angenehmen Temperaturen zu erkunden.

Malta ist natürlich auch im Winter eine Reise wert, denn unter 10 °C klettert das Thermometer nur sehr selten.

Anreise und Transport vor Ort

Der Malta International Airport ist der einzige Flughafen von Malta und befindet sich sechs Kilometer südlich von Valletta. Von Wien beträgt die direkte Flugzeit nach Valletta rund zwei Stunden. In einem gesonderten Bereich des Flughafens sind sämtliche Mietwagenfirmen vertreten. Wir haben unseren Mietwagen schon vorab gebucht und am Flughafen abgeholt. Das Straßennetz in Malta ist sehr gut ausgebaut, wenn auch manche Straßen im Landesinneren ein wenig abenteuerlich sind. In Malta herrscht Linksverkehr, was anfangs etwas ungewohnt ist, mit der Zeit aber besser als erwartet klappt. Dennoch würde ich dir raten, einen Mietwagen mit Automatikgetriebe zu buchen.

Malta hat grundsätzlich ein sehr gutes Busnetz mit etwa 380 Linienbussen. Auf der Website von Malta Public Transport findest du alle Informationen zu den Fahrplänen und Tickets.

Wie viel Zeit sollte man für Malta einplanen?

Klein, aber oho: Auf Malta finden sich auf kleinster Fläche unzählige Sehenswürdigkeiten und tolle Orte. Auch ich war erstaunt, wie viel es hier tatsächlich zu sehen gibt. Zudem besteht Malta aus insgesamt drei Inseln, die ebenfalls eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Insgesamt würde ich empfehlen, mindestens eine Woche in Malta zu bleiben, um in Ruhe die schönsten Seiten des Inselarchipels entdecken zu können.

Sehenswürdigkeiten

Mdina

Die Hufe trappeln über die Pflastersteine. Das Morgenlicht bahnt sich seinen Weg in jeden Winkel. Die Gassen sind wie leergefegt. So früh am Tag macht Mdina ihrem Beinamen als „Stadt der Stille“ alle Ehre. Ich genieße die ruhige Atmosphäre und schlendere entspannt zwischen stilvollen Bürgerhäusern hindurch. Und tatsächlich scheint die Zeit hier stehengeblieben zu sein. Nur wenige Restaurants innerhalb der dicken Mauern laden zur Einkehr ein. Trubel und Geschäfte findet man außerhalb im angrenzenden Rabat. 

Während meines Stadtbummels fallen mir die vielen schönen Details ins Auge. Mdina, das auf einem Hügel liegt, ist ein Gesamtkunstwerk aus verspielten Türklopfern, typisch hölzernen Erkern, stilvollen Laternen, historischen Palästen, engen Gassen und alten Sandsteinfassaden. Mittelalter- und Barockbauten stehen Hausmauer an Hausmauer. Das berühmte Stadttor von Mdina ist sogar in der ersten Staffel der Serie „Game of Thrones“ zu sehen. Ich erreiche den zentralen Stadtplatz mit der imposanten Cathedral of St Peter and Paul. Das prachtvolle Gotteshaus wurde vom maltesischen Architekten Lorenzo Gafà geplant, nachdem der Vorgängerbau durch ein Erdbeben 1693 zerstört wurde. 

Mdina diente schon unter den Römern als Hauptstadt der Insel – damals noch unter dem Namen „Melita“. Zu jener Zeit war der Ort jedoch deutlich größer als heute. Der Name „Mdina“ bedeutet „die von Mauern umgebene Stadt“ und geht auf die arabische Herrschaft im 9. Jahrhundert zurück. Die mächtigen Festungsmauern wurden allerdings von den Normannen errichtet. Mit der Übernahme Maltas durch die Johanniter im 16. Jahrhundert, die zunächst Birgu/Vittoriosa und danach Valletta als ihren Hauptsitz wählten, nahm die Bedeutung Mdinas zusehends ab. 

Mdina_Altstadt
Mdina ist ein Gesamtensemble aus engen Gassen, idyllischen Plätzen, malerischen Innenhöfen und versteckten Winkeln.
Mdina_Haus
Verspielte Details machen die historischen Gebäude zu einem wahren Blickfang.

Three Cities: Birgu/Vittoriosa, Cospicua und Senglea

Aller guten Dinge sind drei: Birgu, Cospicua und Senglea sind drei ineinander übergehende Orte, die gegenüber der Hauptstadt Valletta liegen. Die interessanteste der drei Städte ist Birgu, denn dort residierten die Ordensritter, bevor sie Valletta gründeten. Als die Johanniter den Angriff der Türken im Jahr 1565 erfolgreich abwehren konnten, erhielt Birgu den Ehrennamen Vittoriosa, was „die Siegreiche“ bedeutet. Bis heute sind beide Bezeichnungen gebräuchlich.

Die rote Kuppel der Church of St Lawrence überragt das honiggelbe Häusergewirr. Im Hafen schaukeln eindrucksvolle Motor- und Segeljachten gemächlich auf dem Wasser. Grazil winden sich die engen Gassen durch die Stadt. Prunkvolle Paläste und Ritterherbergen, sogenannte Auberges, erinnern an die glorreichen Tage der ehemaligen Residenzstadt. Über meinem Kopf schweben die traditionellen bunten Balkone. Anders als in Valletta sind die Straßen beinahe menschenleer. Die schon fast dörfliche Atmosphäre hat ihren ganz eigenen Charme.

Türklopfer in Fischform, historische Straßenschilder, farbenprächtige Fensterläden und mit Blumenranken übersäte Häuserfassaden. Ein netter Plausch mit einem Einheimischen, der uns das wundervolle Hochaltarbild von Mattia Preti erklärt. Kleine, typisch maltesische Cafés und Restaurants. Birgu/Vittoriosa ist ein Kleinod, in dem man das echte Malta noch hautnah erleben und in die Ursprünge des Johanniterordens eintauchen kann.

Highlights in Birgu/Vittoriosa:

Anfahrt: Die Three Cities erreichst du entweder auf dem Landweg per Auto bzw. Bus oder über eine Fährverbindung, die zwischen Valletta und den Three Cities besteht. Wenn du nicht durch alle drei Städte laufen möchtest, kannst du eine Selbstfahrer-Tour in einem elektrischen Golf-Caddy mit vorprogrammiertem GPS buchen, das dich während der Fahrt über alle wichtigen Sehenswürdigkeiten informiert. Mehr dazu erfährst du auf der Website des Anbieters.

Vittoriosa_Hafen_Malta
Das Dreigestirn Birgu/Vittoriosa, Senglea und Cospicua bildet die Wiege der maltesischen Geschichte.
Malta_Vittoriosa_Schiffe
Birgu ist an drei Seiten von Wasser umgeben.

Popeye Village & Red Tower

Ein mürrisches Grinsen. Ein Anker-Tattoo auf dem überdimensionalen linken Unterarm. Eine kecke Seemannsmütze auf dem Kopf und eine Pfeife, die locker-lässig im Mundwinkel hängt. Das ist Popeye, der uns als Kindern den Spinat schmackhaft machen sollte. Denn wer wollte nicht so stark wie Popeye werden? 

1980 wurde in Malta die Musikkomödie „Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag“ mit Robin Williams und Olive Oyl in den Hauptrollen gedreht. Auf der Suche nach dem passenden Drehort wurden die Filmemacher in der Anchor Bay fündig. Dort ließ der Regisseur Robert Altman 1979 eine Kulissenstadt aus kleinen, windschiefen Häusern erbauen. Die Dreharbeiten wurden beendet, doch das Seemannsdorf blieb bestehen und dient heute als Vergnügungspark. 

Auf der Website des Parks findet ihr alle Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen.

Unweit von Popeye Village befindest sich der St. Agatha’s Tower, auch Red Tower genannt, welcher während der Herrschaft des Johanniterordens von 1647 bis 1649 erbaut wurde und als Festung diente. 

Popeye_Village
Popeye Village ist eine Attraktion für große und kleine Kinder.
Popeye_Village_Malta
Kanadische Handwerker errichteten innerhalb von sieben Monaten ein Städtchen mit Schule, Feuerwehr, Bäcker und Kramladen.
Red_Tower_Malta
Der Zugang zum Red Tower erfolgte einst über eine steinerne Treppe sowie eine Zugbrücke in das erste Stockwerk.

Blaue Grotte

Es scheint, als würde der Felsen seinen Arm zärtlich um das Meer legen. Die unter dem Meeresspiegel liegenden Blaualgen verursachen eine perfekte Illusion von türkisblau gefärbtem Wasser. Eine Laune der Natur, die ein einzigartiges Farbspiel erzeugt. Wie ein Kunstwerk, dessen Farben ineinander verschwimmen. Zu meinen Füßen glitzert und funkelt es. Das Meer rauscht. Es liegt Salz in der Luft. Der Horizont scheint mit dem Himmel zu verschmelzen. Ich genieße den Ausblick auf die Blaue Grotte, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Malta. 

Du kannst den spektakulären Felsbogen entweder vom Aussichtspunkt aus betrachten oder du unternimmst eine Bootsfahrt, welche an der Bucht Wied Iż-Żurrieq startet. Die Boote fahren allerdings nur, wenn das Meer absolut ruhig ist. Zunächst führt die Tour entlang der Steilküste, bevor der der Bootsführer Kurs auf den Höhleneingang der Grotten nimmt. 

Die Blaue Grotte mit dem Boot erkunden

Während man in dem kleinen Boot über das Meer schaukelt, wölben sich über dem Kopf die mächtigen Gesteinsformationen. Man hat unweigerlich das Gefühl, sich ducken zu müssen. Die rauen Felsen scheinen zum Greifen nahe und der Puls schellt in die Höhe, als der Fahrer das Boot ganz knapp an den Felswänden vorbeilenkt. Der Kopf liegt im Nacken. Das Wasser spritzt ins Gesicht. Die Augen beobachten neugierig die schillernde Wasseroberfläche und schneller als gedacht ist die 30-minütige Fahrt auch schon vorüber.

Anfahrt: Wenn du nicht mit dem Bus anreist, findest du in der Bucht von Wied Iż-Żurrieq oder beim Panorama-Aussichtspunkt Parkplätze. 

Kosten: Eine Fahrt mit dem Boot kostet etwa 8 Euro, wobei 8 bis 10 Personen in einem Boot Platz finden.

Fischerdorf Marsaxlokk

Hafen des warmen Windes. Das ist es, was Marsaxlokk übersetzt bedeutet. Auf dem Wasser schaukeln Fischerboote. Sie sind in den schönsten Farben gestrichen. Fischer flicken an der Bucht ihre Netze. Am Steg wird angeregt geplaudert. Über die Arbeit oder den neuesten Dorfklatsch – wir wissen es nicht. Entspannt schlendern wir entlang der Uferpromenade. Der Geruch von frischem Fisch liegt in der Luft. Kein Wunder, denn hier reiht sich ein Restaurant an das nächste. Eine Sonnenschirmarmada verdeckt die traditionellen Häuser dahinter. Die meisten Einwohner des 3300-Seelen-Ortes leben vom Fisch – vom Fang, dem Verkauf oder sie servieren ihn den hungrigen Touristen. 

Wir erreichen den Pfarrplatz, das Zentrum des Städtchens, mit der eindrucksvollen Pfarrkirche „Our Lady of Pompey“. Langsam senkt sich die Sonne und färbt die bunten Boote in ein zartes Orange. Mein Magen knurrt. Zeit für einen Geschmackstest.

Marsaxlokk ist aber nicht nur ein Postkartenmotiv. Es ist auch historisch bedeutsam, denn im Jahr 1565 landeten in der Bucht die osmanischen Angreifer. Fast zweihundert Jahre später, 1798, eroberte Napoleon von hier aus die Insel. 

Mein Tipp: Jeden Sonntag ist in Marsaxlokk Fischmarkt. Dann werden nicht nur Alltagsgegenstände und Souvenirs, sondern auch frischer Fisch feilgeboten. Die Vielfalt des Angebots duftet nach Meeresluft und die fangfrische Ware geht im Minutentakt über die Verkaufstheke. Sei unbedingt früh am Morgen da, damit du das Treiben nicht verpasst!

Marsaxlokk_Hafen
Die kleinen bunten Holzboote, die Fischer, die ihren Fang entladen und ihre Netze sortieren sowie die zahlreichen Fischrestaurants entlang der Uferpromenade machen das kleine Dorf Marsaxlokk zu einem beliebten Ausflugsziel.
Marsaxlokk_Stadt_Malta_Telefonzelle
Maltas malerischstes Fischerdorf liegt an einer Bucht an der Südküste der Insel.
Marsaxlokk_Hauptplatz_Malta
Wer in Marsaxlokk ist, kann neben dem Hafen und dem Markt noch die kleine pittoreske Kirche des Ortes besichtigen.
Marsaxlokk_Haeuser
Die urigen Häuser an der Uferstraße haben sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt.

Dingli Cliffs

Schnurgerade und aalglatt ragen die Klippen bis zu 250 Meter senkrecht in die Höhe. Die Wellen brechen an den mächtigen Steilwänden. Die Gischt spritzt auf die Felsen. Nur an einer Stelle unterbricht ein Felsvorsprung die direkte Falllinie. Wir sind an der steilen und schroffen Westküste Maltas. Die grünen Wiesen enden abrupt an einer scharfen Kante und gehen in halsbrecherische Felsformationen über. Das azurblaue Meer scheint ins Unendliche zu reichen. Es ist faszinierend und trotzdem bekomme ich eine Gänsehaut, von der ich nicht sagen kann, ob sie von dem Wind oder den Gedanken an den Abgrund kommt. In einer Sache bin ich mir aber sicher: dieser Ort hat etwas Magisches an sich. 

Besonders schön sind die Dingli Cliffs übrigens bei Sonnenuntergang, wenn die Sonne die sandfarbenen Felsen in einen warmen Schleier hüllt. Ein empfehlenswerter Aussichtspunkt hierfür ist der Dingli Cliffs Viewpoint (zum Google Maps Routenplaner). 

Künstenwanderung entlang der Dingli Cliffs

Wenn du gerne sportlich aktiv bist, kann ich dir eine wunderschöne Küstenwanderung (Höhenprofil und Karte) empfehlen. Diese startet beim „The Cliffs“ Interpretation Centre und führt insgesamt 11,2 Kilometer und drei Stunden bis zur Bucht von Wied iż-Żurrieq unweit der berühmten Blauen Grotte. Auf der Tour passierst du einige Highlights wie die prähistorischen Wagenspuren von Garigue, das Dorf Il-Wardija ta’ San Ġorġ aus der Bronzezeit, Höhlenöffnungen, historische Gebäudekomplexe und Kirchen, das idyllische Fawwara-Gebiet sowie die Tempel von Ħaġar Qim und Mnajdra. 
Die Busroute 201 führt dich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Zum Ausgangspunkt selbst kannst du entweder mit dem Auto oder der Busroute 56 oder 52 fahren, die allerdings nur bis ins Dorf Dingli fährt. Auf dieser Website findest du alle Informationen zu den Busverbindungen

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An der Südküste steigen die Dingli Cliffs jäh aus dem Meer auf.
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Wenn rauer, steiler Kalkstein auf die tiefblaue See trifft, entsteht eine Landschaft von bizarrer Schönheit.

Katakomben von Rabat

Eigentlich ist Rabat ein ursprüngliches Landstädtchen, in dem die Atmosphäre des traditionellen Maltas erhalten geblieben ist. Doch unter den Mauern der Stadt schlummert ein düsteres Geheimnis. Eine letzte Ruhestätte für die geliebten Verstorbenen, die seit der römischen Herrschaft nicht mehr verbrannt, sondern in Felsgräbern bestattet wurden. 

Enge Gänge und verzweigte Grabgalerien führen durch ein verstricktes Labyrinth, welches auf mehreren Ebenen angelegt ist. Die Gräber sind je nach Stand der Person unterschiedlich ausgestaltet. So gibt es kleine Gräber für Kinder (Luculi) und sogenannte Baldachin-Gräber – viereckige Felsblöcke, deren oberer Teil des Felsens so bearbeitet wurde, dass er sich bogenförmig über das Grab wölbt. Die bedeutendsten Katakomben Rabats sind die St. Paul’s sowie die St. Agatha’s Catacombs. Keine Sorge: Tote liegen hier schon lange nicht mehr. Diese waren bereits verschwunden, als man die Gräber im 19. Jahrhundert freilegte. 

  • St. Paul’s Catacombs: Besonders sehenswert ist die Haupthalle und die erhaltenen Agapetische, die früher für das Totenmahl genutzt wurden. Der Komplex aus verbundenen Passagen und Gräbern stammt aus der Zeit um 350 nach Christus und umfasst rund zweitausend Quadratmeter.
  • St. Agatha’s Catacombs: Der Zugang zu diesen Katakomben erfolgt über die Krypta der Kirche St. Agatha. Das Highlight sind über dreißig Fresken, kleine Altäre und Agapetische. Die Fresken stammen vorwiegend aus der Zeit zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert, die Katakomben lassen sich ca. auf 200 nach Christus datieren.

Maltas Megalithkultur

Megalithische Tempelbauten

„Kannst du dir vorstellen, wie die das früher bewegt haben?“, frage ich erstaunt. Die Ehrfurcht steht mir ins Gesicht geschrieben. Neugierig streife ich durch die Überreste einer fremden Kultur. Es ist eine Reise in die Vergangenheit. Zu einem faszinierenden Volk, dessen Spuren noch heute Rätsel aufgeben. 

Ich bin in Tarxien, in einer von rund vierzig Tempelanlagen auf Malta und Gozo. Umgeben von gigantischen Gesteinsblöcken, die aufgerichtet oder übereinandergelegt wurden. Wie es den Menschen zwischen 4500 und 2500 vor Christus überhaupt möglich war, Steinplatten von bis zu 50 Tonnen ohne Maschinen zu bewegen und aufzuschichten, ist bis heute ein ungelüftetes Geheimnis. Was wir wissen ist, dass auf Malta eine Kultur bestand, die wir heute als „Megalithkultur“ bezeichnen. 

In dieser jungstein- und bronzezeitlichen Epoche wurden unzählige kleeblattförmige Steinbauten mit runden oder nierenförmigen Räumen errichtet, in denen die Menschen die Erdmuttergottheit „Magna Mater“ verehrten. Steinerne Bänke, Durchgänge, Tore, Altäre für Rauch-, Tier- und Trankopfer, Orakellöcher und -nischen sowie Figuren gewähren einen Einblick in die damaligen Zeremonien und Rituale. Was tatsächlich hier geschah, bleibt wohl für immer im Verborgenen. Die Außenmauer in Hufeisenform besteht üblicherweise aus Korallenkalkstein, während für das Innere weicherer Globigerinenkalk verwendet wurde. In den Ausgrabungsstätten finden sich heute viele Nachbildungen, da die originalen Fundstücke in das Archäologische Nationalmuseum in Valletta gebracht wurden.

Zu den bedeutendsten Zeugnissen der Tempelkultur auf Malta zählen die Tempel von Ħaġar Qim und Mnajdra (Öffnungszeiten und Preise) sowie die Anlage in Tarxien (Öffnungszeiten und Preise) und das Ħal-Saflieni Hypogäum.

Warum diese hochentwickelte Kultur plötzlich von der Bildfläche verschwand – darüber lässt sich nur spekulieren. Wissenschaftler vermuten, dass es entweder eine Dürre oder eine Epidemie gab.

Malta_Tempel_Tarxien
Der Tempelkomplex in Tarxien besteht aus einem Südwest-, einem Ost- sowie einem Zentraltempel.
Tempel_Tarxien_Malta
Der Besuch des Tempels von Tarxien lässt sich sehr gut mit einer anschließenden Besichtigung des Ħal Saflieni Hypogäums verbinden.
Tempel_Malta_Tarxien_Magna_Mater
Während des Rundganges gelangt man zu einer Kopie des erhalten gebliebenen Teils einer Kolossalfigur der Magna Mater.
Ħal-Saflieni Hypogäum

Nur schwach erhellt das Licht das unterirdische Höhlensystem. Die düstere Stimmung gepaart mit dem Wissen, dass hier tausende Menschen bestattet wurden, lässt mir einen kurzen Schauer über den Rücken laufen. An den Decken finden sich ockerrote Zeichen und Ornamente. Mit offenem Mund starre ich nach oben und kann kaum glauben, was für ein Schatz hier unter der Erde konserviert wurde.

Das Ħal-Saflieni Hypogäum ist eine archäologische Sensation, da es sich hierbei um eine Begräbnis- und Kultstätte aus der Zeit zwischen 4000 und 2500 vor Christus handelt, die auf mehreren Stockwerken teilweise unter der Erdoberfläche angelegt und 1902 zufällig beim Bau einer Zisterne entdeckt wurde. Das Hypogäum besteht aus zahlreichen unterirdischen Korridoren, Hallen, Kammern und Nischen, welche mit einfachsten Mitteln wie Stein- und Knochenwerkzeugen in den Kalkstein gehauen wurden. Besonders sehenswert sind die roten Spiral- und Rankenmalereien auf ockerfarbenem Grund. Forscher gehen davon aus, dass hier ungefähr 30 000 Menschen, wahrscheinlich Priesterinnen, bestattet wurden, wobei Knochenreste von mindestens 7000 Menschen gefunden wurden. Diese stammten bis auf ein Skelett alle von Frauen, was auf ein Matriarchat schließen lässt. 

Infos zum Besuch: Da das vom Menschen ausgeatmete Kohlendioxid den empfindlichen Stein stark beschädigte, war das Hypogäum zehn Jahre lang nicht zugänglich. Seit Mitte 2000 kann es wieder besichtigt werden, allerdings ist die Besucheranzahl streng reglementiert, sodass die Tickets üblicherweise bereits Monate im Voraus ausgebucht sind. Mit etwas Glück kannst du ein Last-Minute-Ticket ab dem Vortag deines Besuches zu einem Aufpreis im Museum Fort St. Elmo in Valetta oder direkt vor Ort beim Hypogäum kaufen. Wir haben den Besuch keinesfalls bereut und uns wahnsinnig gefreut, noch kurzfristig ein Last-Minute-Ticket ergattert zu haben. Fotografieren ist übrigens verboten, daher müsst ihr euch selbst ein Bild vor Ort machen.

Auf dieser Website findest du alle Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Preisen sowie den Link zur Online-Ticket-Buchung.

Strände und Badebuchten

Insel Comino & die Blaue Lagune

Auf der Insel Comino unweit der Hauptinsel Malta gibt es nicht viel. Das Felseiland ist karg, der Boden staubig und schattige Plätzchen sind Mangelware. Es gibt weder Dörfer noch Supermärkte oder eine Infrastruktur. Nur ein einziges Hotel und zwei Menschenseelen, die hier ihr Zuhause haben. All das klingt nach Einsamkeit, Abgeschiedenheit und Stille.

Doch weit gefehlt! Täglich steuert eine ganze Flotte an Fähren und Ausflugsbooten die „Blaue Lagune“, eine Bucht zwischen Comino und dem Felsriff Cominotto, an. Mit an Bord: unzählige Touristen. Der Grund: Bei Sonnenschein glitzert das Meer in karibischen Farbnuancen – schon fast zu kitschig, um wahr zu sein. Türkis in allen Schattierungen überzieht den Meeresarm wie ein farbenfroher Teppich. Der perfekte Sehnsuchtsort und das ideale Postkartenmotiv. 

Doch dieser traumhafte Anblick hat auch seine Schattenseiten: lautstarke Musik, Motorenlärm, hunderte Touristen, überteuerte Liegestühle auf minimaler Fläche, überall Müll und ausgehöhlte Ananasse mit Strohhalmen. Ich bin geschockt von so viel Respektlosigkeit und Ignoranz der Natur gegenüber. Zum Glück sind wir gleich mit dem ersten Boot gefahren, sodass wir diese Bilderbuchkulisse für eine kurze Zeit in aller Ruhe genießen können.

Ohne Party und dröhnenden Lärmpegel. Nur die Musik der Natur und das Rauschen des Meeres. Schnell suchen wir uns einen Platz abseits des Trubels. Waten hierfür sogar bauchnabeltief durchs Wasser, um zu einer abgelegenen Bucht zu gelangen. Hier bleiben wir ein Weilchen. Doch so ganz will sich die Entspannung nicht einstellen. Es fällt schwer, Ruhe zu finden, wo eigentlich keine ist. Der übermäßige Touristenstrom nimmt diesem Ort tatsächlich seinen Zauber. Wir packen schließlich unsere Sachen, werfen den eingesammelten Müll in den überfüllten Eimer und treten die Flucht aus dem Paradies an.

Mein Tipp: Wenn du die Blaue Lagune besuchen möchtest, komme so früh wie möglich. Das glasklare, türkisblaue Wasser raubt dir tatsächlich den Atem, doch sobald der Ansturm überhandnimmt, platzt die idyllische Blase. 

Anreise: Von Sliema und der St. Paul’s Bay fahren regelmäßig Ausflugsboote nach Comino. Ich empfehle jedoch, die kleine Fähre von Marfa oder Cirkewwa an der Nordküste zu nehmen. Die Fahrt nach Comino dauert ca. 25 Minuten.

Auf der Website der Comino Ferries findest du alle Informationen zu Fahrzeiten und Preisen.

Comino_Blaue_Lagune
Schon von weitem strahlt das Meer türkis.
Comino_Blue_Lagoon
Die Aussicht auf das türkisblaue Meer, welches die sandfarbenen Felsen umspielt, ist atemberaubend.
Blue_Lagoon_Comino_Malta
Die Blaue Lagune steht bei den meisten Reisenden ganz oben auf der Liste. Die Natur ächzt und stöhnt mittlerweile unter der Touristenflut.
Comino_Malta_Blue_Lagoon
Am Morgen herrscht auf Comino die Ruhe vor dem Sturm.

Strände an Maltas Nordküste: Golden Bay / Għajn Tuffieħa Bay / Qarraba Bay / Ġnejna Bay

Mit einem lauten „Ahhh“ lasse ich mich fallen. Das kühle Meerwasser prickelt auf der Haut. Beschert mit einen kurzen Gänsehaut-Moment. Die Schwerelosigkeit lässt mich unvergleichbar leicht werden. Das Gefühl der grenzenlosen Freiheit macht sich breit – als würde die Welt in diesem Augenblick nur mir gehören. Auf meinen Lippen spüre ich einen salzigen Geschmack. Die türkisblauen Meeresfarben wirken beruhigend und lassen mich alles herum vergessen. Während ich durch die sanften Wellen gleite, kann ich endlich wieder tief durchatmen. Die unendliche Weite weckt Erinnerungen, schürt Sehnsüchte und beflügeln die Fantasie.

An der Nordwestküste Maltas liegen einige der schönsten Sandstrände der Insel, die sich alle aneinander reihen und über einen Wanderpfad miteinander verbunden sind. Solltest du von einer Bucht zur nächsten wandern wollen, empfehle ich dir unbedingt festes Schuhwerk.

  • Die Golden Bay mit ihrem goldgelben Sandstrand gehört zu den längsten und meistbesuchten Stränden Maltas. Demzufolge findest du hier eine sehr gute Infrastruktur mit Cafés und Restaurants sowie zahlreichen Vergnügungsangeboten. Auch das riesige Radisson Blu Resort & Spa Hotel liegt in dieser Bucht.
  • Etwas ruhiger, aber dennoch quirlig, geht es an der Għajn Tuffieħa Bay zu. Im Gegensatz zur Golden Bay blickst du hier auf unbebaute Natur und es gibt nur einfache Snackbars. Der Sand hat eine rötlich schimmernde Farbe und das Wasser ist so klar, dass du bis zum Boden blicken kannst.
  • Wenn du noch ein Stückchen weiter wanderst, gelangst du zur Qarraba Bay, wo bereits deutlich weniger Menschen baden. Die letzte Bucht entlang der Küste ist die Ġnejna Bay mit ihren traditionellen Bootshäusern.

Zwischen der Golden Bay und der Għajn Tuffieħa Bay liegt ein öffentlicher Parkplatz (Zum Google Maps Routenplaner), wo wir unser Auto geparkt haben. Wie du dir vorstellen kannst, ist der Parkplatz an heißen Sommertagen schnell überfüllt.
Darüber hinaus gibt es einen sehr großen Parkplatz an der Golden Bay (Zum Google Maps Routenplaner) sowie eine weitere Parkmöglichkeit an der Ġnejna Bay (Zum Google Maps Routenplaner).

Marsaxlokk_Haeuser
Der feine, orangefarbene Sandstrand der Għajn Tuffieħa Bay wird von hoch aufragenden Hängen eingerahmt.
Strand_Ghajn_Tuffieha
In den Sommermonaten ist an den Sandstränden Maltas immer viel los. Man findet aber dennoch ein ruhiges Plätzchen abseits des Trubels.
Vier der schönsten Strände Maltas lassen sich durch eine einfache Wanderung in traumhafter Naturkulisse miteinander verbinden.
Malta_Ausblick_Quarraba_Bay
Über einen Küstenpfad gelangt man von der Għajn Tuffieħa zur Ġnejna Bay.

St. Peter’s Pool

Der St. Peter’s Pool in der Nähe von Marsaxlokk ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern zieht mittlerweile zahlreiche Touristen an. Wer die quirlige Atmosphäre nicht mag, sollte auf einen anderen Badeplatz ausweichen.

Wo im Winter das Wasser stürmisch gegen die Küste peitscht, aalen sich im Sommer braungebrannte Körper auf den flachen, hellen Felsen. Im Laufe der Zeit hat das Meer ein halbmondförmiges Schwimmloch aus den Kalksteinfelsen gewaschen. Mit etwas Fantasie erinnert es an einen Pool.

Einige Wagemutige setzen zum Sprung an. Wie ein Adler schweben sie für den Bruchteil einer Sekunde über dem türkisgrünen, glasklaren Meerwasser, bevor sie von der See verschluckt werden. 

Essen und Trinken

Die maltesische Küche präsentiert sich als Mix unterschiedlicher Einflüsse, unter anderem der britischen Küche aufgrund der langjährigen Kolonialherrschaft. Ein klassisches „English Breakfast“ steht noch heute auf jeder Frühstückskarte. Die geografische Nähe zu Sizilien und Nordafrika ist ebenfalls spürbar.

Die traditionelle maltesische Küche ist eine herzhafte „Bauernküche“ wie beispielsweise gefüllte Aufläufe und Pasteten. Timpana ist ein kräftiger Makkaroni-Hackfleisch-Auflauf in einem Teigbett und mit einer dicken Béchamelschicht. Lampuki-Pie hingegen ist ein Blätterteiggericht mit dem Nationalfisch Maltas, der Goldmakrele (Lampuka). Aus den Filets wird zusammen mit Kartoffeln, Spinat, Oliven, Kapern, Kräutern und Gewürzen eine leckere Blätterteigtorte. Ein typisches Nationalgericht Maltas ist Fenek oder Stuffat tal-Fenek. Dabei handelt es sich um Kaninchen – gebraten, gebacken oder mit Kapern, Knoblauch und Tomaten in Rotwein geschmort. Für den kleinen Hunger eigenen sich Pastizzi perfekt. Die kleinen Blätterteigtaschen sind üblicherweise mit Ricotta oder Erbsenmus gefüllt. Bigilla wiederum ist eine Paste, die aus braunen oder schwarzen Bohnen, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Chilli, Majoran, Minze und etwas Zitronensaft hergestellt wird. Sie wird üblicherweise als Dip mit Crackern serviert und eignet sich hervorragend als Brotaufstrich.

Essen und Trinken in Malta:

Meine Restauranttipps für die Hauptstadt Valletta findest du im Blogartikel über Valletta.

Malta_Fisch_Essen
Wie im Mittelmeerraum üblich, gibt es auch auf Malta viele Fischgerichte.
Malta_kalte_Platte
Kalte Platte mit typisch maltesischen Speisen.

Hoteltipp für Malta

Point de Vue Guesthouse

Während unseres Urlaubes auf Malta haben wir im Point de Vue Guesthouse übernachtet. Das kleine, familiengeführte Gästehaus aus dem 17. Jahrhundert versprüht ein besonderes Flair und liegt zentral direkt vor den Toren Mdinas. Wir sind jeden Abend gemütlich in die Altstadt von Mdina oder nach Rabat geschlendert, wo wir zu Abend gegessen und die Atmosphäre ohne Tagestouristen genossen haben. Die Zimmer waren sauber und komfortabel eingerichtet. Die Handtücher wurden regelmäßig gewechselt und die Klimaanlage sorgte für angenehm kühlte Temperaturen. Das À-la-carte Frühstück wird auf der Terrasse des hauseigenen Restaurants serviert. Hierbei kann man zwischen unterschiedlichen Frühstücksmenüs wählen. Da ich leider ein wenig wählerisch bin und vieles nicht esse, wäre mir ein Frühstücksbuffet, bei dem ich mir mein Frühstück selbst zusammenstellen kann, lieber gewesen.

Einziges Manko: Durch das kleine Fenster kam nur wenig Tageslicht in das Zimmer, wodurch es für mich persönlich ein wenig zu düster im Raum war. Außerdem wäre ein Fliegengitter angenehm gewesen, um lästige Insekten fernzuhalten.

Direkt vor der Unterkunft befindet sich ein großer Parkplatz, der zwar nicht zum Hotel gehört, wo man aber dennoch sein Mietauto parken kann. Dies bietet einerseits den Vorteil, dass man sein Auto unmittelbar vor der Haustüre hat, andererseits ist die Parkfläche natürlich optisch kein Highlight.

Das Guesthouse eignet sich für alle, die eine zentrale und günstige Unterkunft in städtischer Umgebung mögen. Für einen Badeurlaub ist es eher nicht geeignet, da es keinen Pool gibt und auch der nächste Strand ein Stückchen entfernt liegt.

Mdina_Unterkunft_Malta
Im Point de Vue Guesthouse hatten wir ein Doppelzimmer mit Frühstück gebucht.
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