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Kletterpark Spielmäuer: Tristan’s Kirchbogensteig

Sei es eine geheimnisvolle Höhle, ein Tanz auf der wackeligen Seilbrücke oder ein Balanceakt über den schmalen Baumstamm – langweilig wird es im Tristan’s Kirchbogensteig garantiert nicht. Und wer eine Verschnaufpause braucht, macht es sich einfach am Jausenbankerl in der steilen Wand mit fantastischem Blick auf die Veitsch und die Tonion gemütlich.

Kletterspaß im Mariazeller Land

Der Klettersteig im Schwierigkeitsgrad C ist Teil des Klettersparks Spielmäuer zwischen Hochschwab und Veitschalpe. Genauer gesagt liegt er im verschlafenen 100-Seelen-Örtchen Wegscheid und führt 200 Höhenmeter hinauf auf den Gipfel (1360 m). Der Kletterpark wurde 2016 eröffnet und bietet noch weitere Klettersteige und Kletterrouten (alle Infos zum Kletterpark).

Wir parken unser Auto am kostenlosen Parkplatz des geschlossenen Gasthofs „Zur Post“. Schließlich überqueren wir die Straße und folgen dem Wegweiser in Richtung Klettersteig. Der Zustieg dauert zwar nur 45 Minuten, erfordert aber ziemlich kräftige Wadenmuskeln, da der Weg steil hinauf durch den Wald verläuft.

BergSpielmäuer
1360 Meter
Wegscheid, Steiermark
KlettersteigTristan’s Kirchbogensteig (C)
Zustieg: 45 Minuten
Abstieg: 1 Stunde
Kletterzeit: 1 Stunde
Steighöhe: 170 Höhenmeter
Gesamthöhe: 490 Höhenmeter
HütteKeine Einkehrmöglichkeit
AnfahrtParkplatz beim ehemaligen Gasthof „Zur Post“
Zum Google Maps Routenplaner
Einstiegswand Tristans Kirchbogensteig
Ein Steilaufschwung ist der schwierigste Teil der Tour.

Den richtigen Bogen raus: entlang des Tristan’s Kirchbogensteiges

Am Einstieg angelangt, kann man zwischen den unterschiedlichen Routen wählen. Wir legen unser Klettersteigset an und starten hinein ins Vergnügen. Es ist das letzte Wochenende, bevor sich der Steig in die Winterpause verabschiedet, und obwohl es bereits Mitte November ist, haben sich schon einige Bergsteiger eingefunden.

Das Sicherungsgerät rastet in das Stahlseil. Tritthilfen ermöglichen die Fortbewegung in der abfallenden Wand. Schritt für Schritt geht es voran, der Blick stets am Fels, um gute Griffmöglichkeiten und natürliche Tritte zu erspähen. Eine Linksquerung führt zur ersten C-Stelle, es folgt eine Platte hinauf zum Jausenplatzerl, von dem wir aufgrund der nachrückenden Personen im Steig leider kein Foto machen können.

Wenig später führt eine kurze Rinne sowie eine kühne Seilbrücke hinauf zum namensgebenden „Kirchbogen“, einer mächtigen bogenförmigen Felsformation. Vom Kirchbogen verläuft das Stahlseil hinein in ein Felsgewölbe, bis man schließlich wieder vom Tageslicht geblendet wird. Wir verlassen den Kirchbogen über einen schwebenden Baumstamm und überwinden die letzten Klettermeter zum Gipfel. Geschafft, wir sind oben!

Tristans Kirchbogensteig Klettersteig gehen
Der markante Felsbogen ist namensgebenden für den Klettersteig. Dank zahlreicher Tritthilfen ist er dennoch einfach zu überwinden.
Brücke Tristans Kirchbogensteig
Der Kirchbogen verabschiedet sich mit einem Spaziergang über einen schmalen Baumstamm.
Gipfelkreuz Tristans Kirchbogensteig
Nach rund einer Stunde Kletterei erreicht man den Gipfel auf 1360 Metern.

Rundsicht auf die Mürzsteger Alpen

Am höchsten Punkt angelangt, marschieren wir nur wenige Meter zum Gipfelkreuz und genießen eine wohlverdiente Pause bei wundervollem Panorama. Beim Abstieg lohnt es sich, dem angeschriebenen Aussichtspunkt einen kurzen Besuch abzustatten. Der Abstieg verläuft schließlich sehr gemütlich durch den Wald und dauert in Summe lediglich eine Stunde.

Tristans Kirchbogensteig Klettersteig
Den malerischen Aussichtspunkt sollte man beim Rückweg keinesfalls verpassen.
Tristans Kirchbogensteig Panorama
Ungewöhnlich für einen Novembertag, genießen wir die Strahlen der wärmenden Abendsonne mit Blick auf die umliegenden Gipfel.

Fazit zur Tour: Tristan’s Kirchbogensteig ist ein genussvoller Via Ferrata, der jede Menge Abwechslung bietet. Die Schwierigkeit ist moderat, sodass man den Eisenweg mit seinen Schmankerln wahrlich genießen kann. Die Anfahrt aus Wien dauert ca. 1 Stunde 40 Minuten und ist aufgrund des geringen Zu- bzw. Abstiegs als Tagestour sehr gut machbar. Da der Steig ziemlich beliebt ist, empfiehlt es sich, ihn an Randzeiten zu begehen. Außerdem gibt es keine Einkehrmöglichkeiten am Gipfel, daher muss man sich selbst verpflegen.

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