Wasser marsch: Gollinger Wasserfall

Es erinnert mich an jene Zeit, als ich laut lachend und schreiend durch den Wasserbogen des Bewässerungsgeräts meines Vaters in unserem Garten laufe. Unweigerlich wird man von allen Seiten nassgespritzt. Es ist kein unangenehmes Gefühl wie bei einer Attacke mit dem Gartenschlauch, vielmehr fühlen sich die Wassertropfen auf der Haut wie ein leichter Sommerregen an. Und doch stehe ich nicht im heimischen Garten, sondern vor einem 75 Meter hohen Wasserfall im Salzburger Land. 

Warum unbedingt zum Gollinger Wasserfall?

Der Gollinger Wasserfall befindet sich in Golling an der Salzach und steht schon länger auf meiner To-See-Liste. Da ich auf Instagram in den vergangenen Wochen so viele schöne Fotos aus Golling gesehen habe, war es höchste Zeit, dass ich mir selbst einen Eindruck davon verschaffe (und natürlich auch ein paar gute Bilder schieße 🙂 Gruppenzwang und so 😀 Schließlich konnte ich meinen Freund davon überzeugen, einen Trip ins recht beschauliche Golling nahe der Grenze zu Deutschland zu unternehmen. Und ich kann euch sagen, meine Erwartungen wurden erfüllt!

Anfahrt: Zum Wasserfall gelangt man über die Autobahn A10 bis zur Ausfahrt Golling und weiter durch das Dorfzentrum zum Parkplatz. Der Wasserfall ist überall ausgeschildert, man kann ihn nicht verfehlen.
Selbst die 3 Euro Eintritt pro Erwachsenem sind mit einem studentischen Budget am Monatsende ganz gut finanzierbar 😛 

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Anders als bei Ikea, wo man sich stundenlang durch Muster-Kleinwohnungen und Kinderabteilungen kämpft, bis man endlich vor der erlösenden Kassa steht, gelangt man in Golling schon wenige Minuten nach dem Eingang zum Highlight, dem großen Wasserfall.  Zwar werden hier keine Fleischbällchen zur Stärkung gereicht, aber man sollte sich beim Wandern ja immer selbst ein bisschen Proviant einpacken. Viel benötigt man ohnehin nicht, da der gesamte Rundweg nur etwa 30-45 Minuten dauert und keinesfalls anstrengend ist.  

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Ungestüme Naturgewalt – dem Wasserfall ganz nah

Ich muss schon sagen, dass ich ziemlich beeindruckt von der Naturgewalt und dem tosenden Wasser war. Zuerst habe ich mich gar nicht richtig ran getraut. Doch für ein gutes Bild ist mir kein Weg zu weit und kein Wasser zu tief, also versuchte ich mehr schlecht als recht von Stein zu Stein hinweg nach vorne zu robben, was bei dem glitschigen Gestein so ausgesehen haben muss wie ein Tanz auf heißen Kohlen. Die Blöße eines ungewollten Bades im eiskalten Wasser wollte ich mir keinesfalls geben. Zumindest hat es sich gelohnt und mein Freund konnte doch noch ein paar gute Bilder machen. Zwar war mein Gesicht nach kurzer Zeit pitschnass und die Schminke hatte sich längst zu neuen Ufern aufgemacht, aber das sieht man ja Gott sei Dank bei einer Aufnahme von hinten nicht! 

Ich kann die Wasserfälle jedenfalls für einen Halbtages-Ausflug absolut empfehlenden. Weil der Weg nicht schwierig ist, eignet sich der Ausflug auch für die ganze Familie. Bei dem Rundweg gelangt man vorbei an verschiedenen Stellen des Wasserfalls zur Ursprungsquelle und kann von oben auf das Naturschauspiel herabblicken. Und Haare-Waschen braucht man nach dem Ausflug auch nicht mehr 😉

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