Frühlingswanderung auf dem Schober

Die warmen Sonnenstrahlen kitzeln auf der fast weißen Haut, die Vögel zwitschern und endlich kann man länger draußen bleiben, ohne gleich in eine Kältestarre zu verfallen – der Frühling ist da und wie könnte man ihn besser Willkommen heißen, als mit einer schönen Bergtour in Salzburg? Auserkoren habe ich hierfür den Schober, der im Salzburger Flachgau etwa 20 min entfernt von der Stadt Salzburg liegt. Wer einen Kurzurlaub in Salzburg verbringt und Wanderlust verspürt, der ist am Schober richtig!

Kurze, aber feine Wandertour unweit von Salzburg Stadt

Der Schober ist der Salzburger Hausberg und dementsprechend heiß umkämpft. Um nicht in die „Rush Hour“ der Wochenendausflügler zu kommen, haben mein Freund und ich uns schon am frühen Vormittag auf den Weg gemacht. Die Wanderung startet beim kostenlosen Parkplatz unterhalb des Forsthauses Wartenfels im Ort Thalgau, den man am besten über die Autobahnabfahrt der A1 erreicht (Tourbeschreibung findet ihr hier). Man sollte am besten früh dort sein, da sonst alle Parkplätze schon belegt sind. Wenn man den ganzen Winter über kein Gipfelkreuz mehr zu Gesicht bekommen hat, ist die Wanderung auf den Schober ideal, um wieder Fuß in den Bergschuhen zu fassen. Mit etwa 2,3 km scheint die Distanz auf den ersten Blick wie ein Kindergeburtstag, doch die 400 Höhenmeter machen sich schnell in den Oberschenkeln bemerkbar. 

Der Berggipfel-icon

Schober
1328 Meter
Salzburg, Thalgau

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Aufstieg ca. 1,5 h, insgesamt ca. 2,5 h
mittelschwere Wanderung
ca. 425 Höhenmeter
ca. 2,3 km

Wenn Bergwandern zum Wettkampf wird

Bin ich zu langsam? Sollte ich künftig lieber einen Tag mehr im Fitnesscenter einlegen?Solche Fragen stelle ich mir beim Wandern jedes Mal, wenn ich öfters überholt werde. Zwar haben uns während des Aufstiegs immer wieder Wanderer überholt, man sollte sich davon jedoch nicht verunsichern lassen. Manche möchten einfach möglichst schnell nach oben, egal ob ihre eigene Kondition das überhaupt mitmacht oder nicht. Anstatt laut schnaufend im Wettkampf mit mir selbst nach oben zu stapfen, gehe ich immer in ruhigem Tempo. Der Ehrgeiz ist natürlich ein Hund und das Ego meldet sich sogleich zu Wort, doch es ist wichtig, auf sich selbst zu achten und nicht auf das, was andere tun. Ohne Schnappatmung macht das Wandern auch viel mehr Spaß und man hat noch Zeit, die schöne Aussicht zu genießen. 

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Eine Wanderung mit Abwechslung

Die Wanderung auf den Schober beginnt zunächst mit einem Waldstück. Auf etwa 1000m Höhe kommt man an der Burgruine Wartfels vorbei, zu der sich auf jeden Fall ein kurzer Abstecher lohnt. Je näher man im weiteren Verlauf der Wanderung dem Gipfel kommt, desto felsiger und ausgesetzter wird der Weg (so ein Gipfel will schließlich erobert werden!). Dank eines Stahlseils zum Anhalten und Tritthilfen kommt man dennoch gut voran (wenn ich jetzt keinen strammen Hintern für den Sommer davon kriege, weiß ich auch nicht). Nach rund einer Stunde, pünktlich zu Mittag, haben wir schließlich den Gipfel erreicht und teilen uns ein Sonnenplätzchen mit zahlreichen sonnenhungrigen Wanderern. Bei einer unfassbar schönen Aussicht auf die Berge des Salzkammerguts und einem 7-Seen-Blick genießen wir unsere Brotjause und lassen uns die Sonne wohlverdient aufs Haupt scheinen. Fuschlsee, Mondsee, Attersee, Wallersee, Irrsee, Mattsee und Obertrumer See – sie alle liegen uns zu Füßen. Drachenwand, Schafberg, Hoher Dachstein und die Berchtesgadener Alpen bieten ein einzigartiges Panorama um uns herum.

Fazit: Mit etwa 1-1,5h Aufstiegsdauer ist der Schober ein Berg, den eigentlich jeder besteigen kann, sofern man eine gewisse Grundlagenausdauer mitbringt. Der Schober eignet sich perfekt für einen Wochenendtrip oder ein kurzes, aber intensives Training, das mit einer einmaligen Aussicht belohnt wird!

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Seeromantik am Fuschlsee

Nach der Wanderung auf den Schober ging es zum Abschluss des Tages noch an den Fuschlsee, wo wir im Hotel Seerose direkt am See zu Mittag gegessen haben. Bei Fuschl am See denkt man oft an Red Bull, denn der Energydrink-Hersteller hat in dem kleinen Ort seinen Hauptsitz. Der See ist zauberhaft und bietet einen tollen Ausblick auf das umliegende Bergpanorama. Zu Beginn haben wir noch überlegt, eine komplette See-Rundwanderung zu machen, doch 11km und 3,5h erschienen uns nach dem Aufstieg auf den Schober dann doch zu viel des Guten. Stattdessen haben wir uns ein Eis gegönnt und uns am Steg die Sonne ins Gesicht strahlen lassen. Die komplette Fuschlsee-Umrundung möchte ich aber auf jeden Fall noch gerne machen.

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