BACKPACKING MALAYSIA, SINGAPUR & MYANMAR

Oh Gott in wenigen Tagen ist es soweit und ich starte meine 5-wöchige Reise nach Malaysia, Singapur und Myanmar. Irgendwie ist es so unwirklich, bis man schließlich vor dem Rucksack steht und sich denkt: „Des geht si afoch ned aus!“ Die Idee zu dieser Reise hatte ich letzten Herbst, ich wollte mir selbst einen Traum erfüllen.

Offizieller Anlass ist der Abschluss meines BWL-Studiums. Aber eigentlich braucht man keinen Anlass, um eine lange Reise zu wagen, ich hatte einfach dieses Gefühl, dass es wieder Zeit wäre für ein Abenteuer und so beschloss ich, zum ersten Mal in meinem Leben 5 Wochen am Stück zu verreisen.

Wenn man beschließt, so lange wegzufahren, ist die erste Herausforderung die Wahl des Reiseziels. Ok, nicht ganz. Die größte und entscheidende Hürde ist es, in den kommenden Monaten das Sparschweinchen schön brav zu mästen. Schluss und Aus mit unnötiger Geldausgeberei und dem Selbstbetrug von wegen „Ich brauche das“ im Schlussverkauf. Brauchen tut man das Geld später, um im Urlaub nicht am Hungertuch zu nagen. Vor jeder großen Reise heißt es also in die Hände spucken und konsequent das Reisebudget ansparen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Auf der Welt gibt es 194 Länder. Ich war gerade mal in 16. Da bleiben nur mehr 178, die zur Wahl stehen. Und Entscheidungsfreudigkeit gehört nun leider nicht zu meinen Stärken. Nach langem Hin- und Herüberlegen ist es doch eine alte Liebe geworden. Denn bei Reisen ist es wie mit dem Gulasch: hier darf man ruhig mal aufwärmen! Also hab ich mich dazu entschlossen, wieder ein Ticket nach Asien zu buchen. Warum? Ich kann es nicht genau beantworten, aber irgendwie habe ich mich in die Mentalität und die Fremdheit der asiatischen Kultur verliebt.

Im Jänner 2014 war ich zum ersten Mal für 3,5 Wochen in Thailand. Diesmal sollte es allerdings ein etwas weniger touristisches Ziel sein. Fasziniert war ich schon immer von Myanmar und so entschied ich mich, die Reise dorthin anzutreten. Ich wollte ein Land bereisen, das noch sehr ursprünglich und nicht so stark vom Tourismus geprägt ist. Einen Hauch von Christoph Kolumbus verspüren. Für meinen Trip durch Myanmar habe ich bei STA Travel eine Tour gebucht. Da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, ob mich jemand begleiten wird und ich ein sehr geselliger Mensch bin, fand ich die Idee, mit Menschen aus aller Welt zwei Wochen zu reisen, ziemlich cool.

Im Endeffekt konnte ich auch meine beste Freundin dazu bewegen, sich mir anzuschließen. Die schönen Strandfotos haben dann doch ihre Wirkung gezeigt. Die ersten 3 Wochen meiner Tour durch Asien wird sie mich also begleiten. Mit ihr gemeinsam werde ich Malaysia und Singapur bereisen, bevor ich alleine nach Chiang Mai in Nordthailand weiterfliege und von dort aus meine Rundreise durch Myanmar starte.

Planning the trip

Ich plane die meisten meiner großen Reisen mindestens ein halbes Jahr im Voraus. Vielleicht fragen sich jetzt einige: Warum so viel Aufwand? Wenn man nicht gerade monatelang ohne Zeitdruck reist und sich entspannt alles vor Ort überlegen kann, hilft es meiner Meinung nach sehr, sich einen Plan zurecht zu legen. Gleichzeitig spart man viel Zeit und kann, wie ich persönlich finde, den Urlaub besser genießen. Worauf kommt es also an, wenn man bereit ist, seinen Rucksack zu packen und eine Reise zu erleben, die nicht 0815 ist?

Hol dir Inspiration!

Sowohl bei der Wahl des Reiseziels als auch für die Planung der Route hole ich mir Ideen in Reiseblogs, Foren und auf den Websites unterschiedlicher Anbieter von Individualreisen. Hier bekommt man einfach die besten Anregungen und Ideen, wie die optimale Tour verlaufen könnte und was es alles zu sehen gibt. Nehmt euch ausreichend Zeit, euer Reiseziel näher kennen zu lernen.

Up in the air – die Flugbuchung

Ein großer Kostenpunkt ist der Langstreckenflug, gerade bei Fernreisen. Idealerweise bucht man einen Gabelflug, was bedeutet, dass man nicht von dem Flughafen zurückfliegt, auf dem man angekommen ist – Anreise- und Abreiseort können unterschiedlich sein (z.B. Wien⇒Dubai⇒Kuala Lumpur sowie Bangkok⇒Dubai⇒Wien) Es ist deutlich günstiger, einen Gabelflug zu buchen, als zwei separate One-Way-Tickets. Außerdem lohnt es sich, die Preise für unterschiedliche Ankunfts- und Abflughäfen zu vergleichen. Über Singapur zu fliegen wäre z.B. in meinem Fall viel teurer gewesen als die Strecke über Kuala Lumpur zu wählen. Die Inlandsflüge bucht man am besten bei günstigen Fluglinien wie Air Asia. Ich fliege bei Inlandsflügen immer mit solchen Airlines und habe es noch nie bereut. Wer auf seiner Route mehrere Zwischenstops einlegen möchte, bucht am besten einen Multi-Stop-Flug.

Unterkunft

Hotels und Hostels reserviere ich meist über Booking.com oder buche direkt beim Anbieter, wenn es nicht anders geht. Ich finde es ganz praktisch, wenn ich bereits im Vorhinein meine Unterkünfte auswähle und buche. Hierfür lese ich immer die Bewertungen im Internet. Der Vorteil ist ganz klar: man erspart sich die Suche vor Ort und hat üblicherweise dann auch ein Zimmer, das den eigenen Vorstellungen entspricht. Wer lieber spontan ist, bucht eben vor Ort.

Öffentliche Verkehrsmittel

Informiert euch schon vorab über die Verkehrsverbindungen zwischen den jeweiligen Stops eurer Reise: Fahren Busse zu meinem nächsten Ziel? Wie viel kostet die Fahrt? Muss ich reservieren? Gerade in Asien ist dies sehr hilfreich.

Planung

Ich erstelle mir immer einen genauen Reiseplan, in dem ich aufliste, wo ich mich am jeweiligen Tag aufhalte, welches Hotel ich dort gebucht habe und welchen Flug ich hierfür benötige. So behält man die Übersicht. Auch eine Kostenaufstellung ist sehr wichtig, denn sonst können die Kosten schon mal ihr Eigenleben entwickeln.

Budget

Über Geld spricht man bekanntlich nicht – beim Reisen allerdings schon. Am schwierigsten ist es, ein Reisebudget zu kalkulieren, das ausreichend und realistisch ist. Für meinen Trip habe ich aktuell etwa 4.100 Euro (1200 davon für die Tour mit STA Travel) geplant, wobei darin schon wirklich alles, auch das Budget vor Ort, inkludiert ist. Für jeden Tag rechne ich mit etwa 30 Euro für Essen, Tickets, Shopping, etc. Meistens gibt man dann doch etwas mehr aus, also ich rechne in meinem Fall mit bis zu 4.500 Euro für die gesamte Reise. Natürlich kommt es beim Budget auf die eigenen Ansprüche und die gewünschte Hotelkategorie an. Ich habe diesmal sehr auf den Preis geachtet und vorwiegend Hostels gebucht. Für den Badeaufenthalt habe ich mir aber etwas Luxus gegönnt.

Follow me around – meine Reiseroute

Im folgenden könnt ihr euch alle Stationen meiner Route ansehen.

Die Reise startet in Singapur, wo ich einige Tage verbringen werde. Von dort aus geht es in die Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur. Hier lege ich aber vorerst nur einen kurzen Zwischenstop ein, denn schon am nächsten Tag führt uns der Bus in die Cameron Highlands.

Erste Station der Reise ist die Metropole Singapur, ein perfekter Start in Asien, um langsam in die fremde Kultur einzutauchen.

Nachdem wir dort einen Ausflug zu den Teeplantagen der Highlands unternommen haben, heißt es erneut Rucksack packen und weiter geht es nach Georgetown auf die Insel Penang. Nach ein paar Tagen auf der ehemaligen britischen Kolonie wird erst einmal Sonne getankt.

Hierfür fliegen wir nach Palau Redang, eine eher unbekannte Insel in Ostmalaysia und lassen es uns dort so richtig gut gehen. Nach einer Woche Sonne, Strand und Meer wird es dann wieder Zeit für etwas Großstadttrubel. Also zurück nach Kuala Lumpur, wo wir jetzt einmal richtig Zeit haben, die Stadt zu erkunden. An diesem Punkt reise ich alleine weiter.

Weißer Sandstrand und türkisblaues Meer – auf Palau Redang lassen wir es uns gut gehen.

Anfang April fliege ich von Kuala Lumpur nach Chiang Mai in Thailand. Dort verbringe ich zwei Tage alleine und sehe mir nicht nur die „Rose des Nordens“, wie Chiang Mai oft genannt wird, an, sondern besuche auch den Tempel von Chiang Rai. Schließlich treffe ich nach zwei Tagen in Nordthailand auf meine Reisegruppe, mit der ich die Grenze nach Myanmar überquere. Am Programm stehen in den kommenden 2 Wochen eine Wanderung in der Gegend um Kengtung, durch Reisfelder und zu den Bergdörfern, die Besichtigung der antiken Stätte Bagan sowie der Städte Mandalay und Yangon. Außerdem werden wir an den Inle Lake fahren, wo ich die Menschen und deren Leben am See kennenlernen werde. Am Ende der Tour geht es zurück nach Bangkok und gleich weiter nach Wien.

In Burma erwartet mich ein traditionelles und aufregendes Land, das lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten war. 

Wenn ihr auf das Bild klickt, könnt ihr euch alle meinen Stationen im Detail ansehen. Ich bin schon richtig gespannt und kann es kaum erwarten, bis es endlich losgeht!

 

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.