Mythos Bangkok: and the world’s your oyster

Wie schon in meinem letzten Blogpost erwähnt, war ich im Jänner 2014 für drei Tage in Bangkok. One night in Bangkok makes a hard man humble – Mythos oder Tatsache? Wenn man nach Bangkok kommt, hat man gewisse Erwartungen im Gepäck, Murray Head und Hangover 2 sei Dank. Mein Bild von Bangkok war eine bunte Mischung aus exzessiver Party, alten Männern, die den Sextourismus am Laufen halten, Frauen, welche das gewisse „Mehr“ bieten, unbegrenzten Shoppingmöglichkeiten und eine Megametropole, von der man regelrecht verschluckt wird.

Welcome to Bangkok!

Ich habe damals in der Sukhumvit Road gewohnt. Wie sich später herausstellte in der Nähe des Nana Plazas, eines der größten Rotlichtvierteln der Stadt. Im Epizentrum des Sextourismus sozusagen. Auf dem Weg zur U-Bahn läuft man an diversen Schönheits- und Friseursalons vorbei. Ob die zahlende Kundschaft hier nur wegen eines trendigen Haarschnitts einkehrt bleibt der eigenen Fantasie überlassen. Vor den Salons sitzen häufig Ladyboys oder auch Kathoeys genannt. Transsexuelle sind in Bangkok nicht ungewöhnlich, viele arbeiten in den Rotlichtvierteln oder treten in Cabaret-Shows auf. Ich gebe zu, am Anfang muss man einfach starren, doch man gewöhnt sich recht schnell daran. Bangkok ist laut, dreckig, voller Menschen, ein komplettes Verkehrschaos und man hat das Gefühl, die Straßen der Stand sind eine einzige Fressmeile. Und genauso riecht es auch. Wenn man zum ersten mal in Asien ist, ist es eine wahre Reizüberflutung. Wie ein Rausch. Aber irgendwie auch geil. 

In den menschenüberfüllten Gassen wird nach Herzenslust unter freiem Himmel gekocht.

Wer neuartige Gaumenfreuden erleben möchte, wird in Bangkoks Straßen fündig. Etwas Vorsicht ist allerdings bei Fleisch geboten. 

Keine Ecke in der Stadt, wo es nicht etwas zu Essen gibt. Bangkok ist eine einzige Freiluftküche.

Shopping in Bangkok 

Bangkok ist ein Mekka für alle Kauffreudigen und Schnäppchenjäger. Die Malls der City sind die Tempel aller Einkaufswütigen, die sich dort in Ekstase shoppen. Das Paradies auf Erden für die einen, die Hölle für alle Einkaufsmuffel. Vom Prada-Designerkleidchen bis zum 4-Euro-Pandabärchenshirt- es gibt einfach alles. Mein Fazit zu den größten Malls:

MBK

Im MBK warten über 2000 kleine Shops verteilt auf 8 Stockwerken auf kauffreudige Kundschaft. Das MBK ist vor allem eines: billig. Mit dem Markenschutz nimmt man hier eher locker. Plagiate gibt es an jeder Ecke. Mir persönlich war es schon fast ein bisschen zu viel Ramsch.
Skytrain Station: National Stadium

Siam Paragon

Ganz im Gegenteil zum MBK sollte die Geldbörse hier schon gut gefüllt sein. Als Normalverbraucher kann man höchstens die Auslagen aller renommierten Luxusmarken betrachten. Und wieder einmal feststellen, dass nichts davon je leistbar sein wird.
Skystrain Haltestelle: Siam

Platinum Fashion Mall

Dieses Einkaufszentrum ist eigentlich ein riesiger Indoor-Markt und war mein absolutes Shopping-Highlight. Das, wonach ich lange gesucht hatte. Auf sechs Etagen gibt es unzählige kleine Modegeschäfte mit extrem niedrigen Preisen. Das einzig Negative: es ist eiskalt dort drinnen (Jetzt weiß ich auch, warum in Thailand im Hochsommer Winterjacken verkauft werden.) 
Skytrain Station: Chit Lom und dann noch ca. 10 Minuten zu Fuß

Central World

Das Central World ist das größte Shoppincenter in ganz Thailand und das sechstgrößte der Welt. Hier wird jeder Shopaholic fündig. Im Central World sind alle bekannten Marken vertreten, von Stradivarius über H&M, Bershka, Pull and Bear, Zara bis hin zu Topshop, Aldo, GAP, NIKE, Forever 21 usw.
Skytrain Station: zwischen Chit Lom und Siam gelegen

Märkte

Neben den riesigen Einkaufszentren gibt es noch einige Märkte in Bangkok. Am ersten Abend sind wir gleich am Patpong Night Market gelandet. Mitten im ältesten Rotlichtviertel der Stadt kann man, nachdem man die obligatorische Ping-Pong-Show abgehakt hat, jede Menge Fake-Handtaschen und andere eher billige Artikel kaufen. Mir persönlich hat es dort nicht so gut gefallen.

Unbedingt besuchen sollte man hingegen den Chatuchak Weekend Market. Leider waren wir nicht am Wochenende in Bangkok. Aber wenn man die Chance hat, sollte man unbedingt hingehen! Ob Bekleidung, Antiquitäten, Technik, Möbel, Tiere, Blumen oder Lebensmittel – hier kann man sich nach Herzenslust durch über 9.000 Marktstände wühlen.

Abendbeschäftigung? Durch den Nachtmarkt von Patpong schlendern.

Wer sich unter Menschenmassen nicht wohl fühlt, wird in Bangkok keine Freude haben.

One (party) night in Bangkok

Bangkok hat neben den vielen Rotlichtvierteln und Go Go Bars auch einige gute Clubs zu bieten. Kurz zu den Go Go Bars. Ich habe lange mit mir gehadert, aber irgendwie muss man so etwas in Bangkok hinter sich bringen. Also waren wir einen Abend im Nana Plaza in einer solchen Bar. Ich muss sagen, es war wirklich enttäuschend. Die Show war einfach nur lächerlich und ich konnte das ganze nicht ernst nehmen. Auch den Frauen hat man angesehen, dass sie ihren Abend lieber woanders verbringen würden. Deshalb sind wir dann ziemlich schnell in einen Club in der Nähe des Hotels gegangen, den Levels Club&Lounge. Zumindest lagen wir nicht nur in der Nähe des Rotlichtvietels, sondern auch des Partyviertels. Fortgehen in Bangkok ist nicht gerade billig. Eintritt haben wir zwar keinen bezahlt, aber die Getränkepreise haben diesen Vorteil gleich wieder wettgemacht. Dafür hat man aber auch sehr coole Live-Party-Musik und eine Location, die keine Wünsche übrig lässt. Hier eine kurze Zusammenfassung der bekanntesten Clubs:

  • Ce La Vi
  • Levels Club&Lounge
  • Route 66 
  • Sing Sing Bar & Theatre
  • GLOW
  • Demo
  • ONYX

Ein Hangovertini auf der Lebua Sky Bar

Wenn eine Location in Bangkok von dem Hype profitiert, dann ist es auf alle Fälle das 5-Sterne-Haus Lebua im State Tower. Der Lift in den 63. Stock ist jedenfalls im Dauereinsatz. In 242 m luftiger Höhe einen Cocktail auf der Treppe wie in Hangover 2 schlürfen, ja, das hat schon was von Dekadenz. Und man schlürft natürlich nicht irgendeinen Cocktail, sondern den Hangovertini, der extra für den Cast des Films Hangover 2 kreiert wurde. Um die 18 Euro blättert man dafür hin. Wer es sich richtig gut gehen lassen will, nimmt im hoteleigenen Freiluftrestaurant Platz und genießt exquisites Essen mit einem unfassbaren Ausblick. Unfassbar ist dann wahrscheinlich auch die Rechnung, die man dafür präsentiert kriegt. Naja, man lebt ja nur einmal. Wir haben jedenfalls nur den Cocktail getrunken und dabei die unglaubliche Aussicht auf die Skyline von Bangkok genossen. 

Alle Tipps zu den schönsten Tempeln der Stadt verrate ich euch in diesem Beitrag.

Von hoch oben herabblickend verschlägt es einem die Sprache.

Die Treppe des Roof Top Restaurants wurde durch den Film „Hangover“ weltberühmt. 

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Der wohl am häufigsten georderte Cocktail der Bar: der Hangovertini.

Ein nicht enden wollendes Meer aus Lichtern, Wolkenkratzern und Autobahnen, das ist Bangkok aus der Vogelperspektive.

Der atemberaubenden Blick auf die Skyline vom 63. Stock kann man einfach nur genießen.

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