RELAXEN AUF KOH NGAI: GEHEIMTIPP IN SÜDTHAILAND

Thailand ist mittlerweile ein Klassiker. Früher eine exotische Destination, hat man an  heute leider oftmals das Gefühl, man läge am Ballermann – abgesehen davon, dass statt Wackelpudding und deutschem Gebäck viel Reis und zu jeder Nachspeise Bananen gereicht werden. Aber auch in in Thailand gibt es noch ein paar Fleckchen, an denen man im Robinson Crusoe-Feeling schwelgen kann und alles bekommt außer Party, Action und willige Frauen (oder solche die, man dafür hält).

Einmal Abgeschiedenheit, bitte!

Das Paradies liegt vor der Küste Trangs, wo sich auch der kleine Flughafen befindet. Schon bei der Ankunft wird klar: hier urlauben nur wenige westliche Touristen. Doch wie kommt man nun vom Festland auf die Trauminsel? Bis zur Ankunft am Inselparadies muss man noch eine Stunde Autofahrt in Kauf nehmen. Anschließend geht es mit dem traditionellen Longtailboot auf die Insel. Den Transfer habe ich vorab schon über das Hotel organisiert. 

Koh Ngai (Koh Hai) ist eine nur 5 Quadratkilometer große Insel in der Andamanensee im südlichen Thailand. Auf der Insel gibt es alles, was Freunde des gediegenen Trinksports nicht suchen: Ruhe, Entspannung und Einsamkeit. Das Meer ist türkisblau, der Strand fast menschenleer. Die Insel hat keine Straßen und keine Geschäfte,  keine Full- oder Halfmoon-Partys und somit auch wenig Flirtpotenzial für einsame Backpacker-Herzen. Man genießt hier einfach das Gefühl, fernab von Arbeit, Stress und Verpflichtungen zu sein. 

Ankunft auf Koh Ngai

Gewohnt haben wir im Thanya Resort, eine sehr schöne Anlage mit Bungalows im Thai-Stil. Die Insel ist recht stark von Ebbe und Flut geprägt – da muss man schon mal vom Boot direkt mit der Kleidung ins kniehohe Wasser springen (mit trockenen Füßen im Hotel ankommen kann ja jeder). Auf Koh Ngai ticken die Uhren etwas langsamer. Die aufregendste Entscheidung des Tages ist die Wahl des passenden Bikinis. Danach sucht man sich eine Liege für den Tag und genießt den Blick aufs Meer oder ein gutes Buch. Wer dennoch die Füße nicht stillhalten kann, der wagt einen Ausflug und erkundet die umliegende Inselwelt. Gesagt, getan!

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Mit dem Boot von Koh Kradan nach Koh Mook

Weil ich ein Mensch bin, der immer alles sehen will und nur max. ein bis zwei Tage am selben Strand liegen kann, buche ich die Four Islands Tour. Weil das Speedboot schon ziemlich voll ist, mussten nehmen wir ganz hinten Platz. Und hier mein Rat: setzte dich niemals, aber auch wirklich niemals ganz nach hinten in ein Speedboot! (schon gar nicht bei hohem Wellengang). Die Fahrt mit dem Boot war das schlimmste Erlebnis meines ganzen Urlaubs, der Aufprall auf den Wellen hat mir große Angst gemacht. Aber gut, nichts im Leben gibt es umsonst: das war wohl der Preis, um zu den schönen Inseln Koh Kradan, Koh Mook und Koh Cheuk zu gelangen. Die Zeit heilt ja bekanntlich alle Wunden und so vergisst man beim Schnorcheln und Baden auf den abgelegenen Inseln auch die traumatischste Speedboot-Fahrt.

Traumstrand auf der Nachbarinsel Koh Kradan, wo wir einen Badestopp hatten

Um zur Emerald Cave auf Koh Mook zu gelangen, schwimmt man bei Ebbe durch eine finstere Höhle, aber es lohnt sich! 

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